predigtJer. 31,31-34

Ich will kurz die alttestamentliche Lesung vom letzten Sonntag erinnern: Die versklavten Hebräer in Ägypten sind frei gekommen und wurden am Schilfmeer wunderbar errettet. Beschwerliche Wüstenwanderung und erfahrene Fürsorge Gottes folgt bis zum „Berg Gottes“. Mose, ihr Anführer, ist auf dem Berg im Gespräch mit Gott und unten am Berg kreiert man in-zwischen eine goldene Götterfigur in Stiergestalt und verehrt sie. Der Gott der Befreiung scheint schnell vergessen – er selbst fällt der Langeweile und der Freiheit zum Opfer.

predigtAm Weinstock bleiben

Der Weinstock mit seinen Beeren und gekeltert als Wein ist in der biblischen Überlieferung ein Bild für erfülltes, glückliches, erstrebenswertes Leben. So brachten einst die Kundschafter um Josua, die Mose aus der Wüste ins Land Kanaan geschickt hatte, eine riesige Weintraube mit als Zeichen der Fruchtbarkeit des Landes. (4.Mose 13)

predigtVom guten Hirten – Gottesdienstfeier – und warum wir gerade nicht feiern.

„Hurra“, es dürfen wieder Gottesdienste gefeiert werden. Zwar bleiben Gottesdienstfeiern bedrohliche „Virenschleudern“, aber es ist doch weit mehr als das Recht auf freie Religionsausübung, dass Gottesdienste erlaubt sind. Es tut der Seele gut. Und solches Wohlbefinden hilft doch wesentlich in der gesamten Krisenbewältigung.

predigtEin weiterer Sonntag ohne dass wir in der Kirche Gottesdienst miteinander feiern. Die Vergewisserung und Stärkung unseres Glaubens muss sich auf das persönliche Beten und Bibellesen beschränken bzw. den persönlichen Austausch über Telefon und Internet.

Das Osterfest war nicht überschäumende Lebensfreude, sondern zurückgezogen in der eigenen Wohnung und mit „Kontakte meiden“. Ich denke an die Jünger Jesu am 1.Tag der neuen Woche unter dem Schock der Kreuzigung Jesu und in der Angst, vielleicht dasselbe Schicksal erleiden zu müssen als „Jesus-Anhänger“.

predigtDie Evangelienlesung dieses Sonntags aus Johannes 12, 12-19 erzählt, wie Jesus kurz vor dem Passafest nach Jerusalem kommt und von vielen Leuten jubelnd empfangen wird. Man hatte von seinen Predigten und „Wundertaten“ gehört. Palmzweige schwenkend feiern sie IHN und bereiten einen grünen Teppich. Und Jesus? Seine Demut und Gewaltlosigkeit demonstrierend reitet er auf einem Esel.

predigtDas Leben wählen & mitmenschlich leben,

darum sollte es gehen im Gottesdienst zum Abschluss unserer ökumenischen Bibelwoche. Letztere konnte nicht sein wegen der Ausgangs- und Versammlungseinschränkungen als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie. Zahlen und Bilder dazu erschrecken und mahnen zu Zurückhaltung aus Nächstenliebe. Begegnet uns hier schon eine praktische Umsetzung der biblischen Erinnerung: Das Leben wählen & mitmenschlich leben?

5-Minuten-Abendgebet mit
Landesbischof Tobias Bilz

Kindergottesdienst

TobiasBilz GoldyPlay

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predigtZuversicht!

„… das wird Monate dauern“ - gemeint sind die Einschränkungen zum Schutz gegen das Coronavirus. Was wird das wohl für die Arbeit in der Kirchgemeinde bedeuten? Was wird das für Unternehmerinnen und Unternehmer bedeuten, für Schule und gesellschaftliches Miteinander?

Solidarität ist ein wichtiges Stichwort. Solidarität der Gesunden und vor allem Starken mit den Kranken und Schwachen. Persönliche und gemeinschaftliche Einschränkungen aus Rücksicht im Blick auf „Schwache“, nämlich Alte und Kranke. Ob wir solche Rücksichtnahme durchhalten?

predigt

Rm. 5, 1-5

Was bewirkt christlicher Glaube? Was kann ich jemandem versprechen und so zu christlichem Glauben einladen? Was habe ich davon, in diesem Glauben zu leben und dabei zu bleiben – ja mich zu engagieren in und für Kirche?

Die Zeilen des Apostels Paulus, die er an die Christen in Rom geschrieben hat und die wir eben gehört haben, legen uns ein dreifaches nahe:

1.) Dadurch finde ich Frieden mit Gott.
2.) Der Raum der Gnade und Herrlichkeit steht offen.
3.) Die Hoffnung befreit, jetzt zu lieben.

predigt1.Mose 3, 1-19

Ich möchte gerne 3 Anregungen zu bedenken geben:

1. Die böse Schlange oder das wankende Herz?

Wir kennen das: der, die war´s. Jedenfalls ich war´s nicht. Es liegt an den Umständen, an den Eigentumsverhältnissen, an den Kindheitserfahrungen und und und. Es liegt an dieser bösen Stimme, dieser Schlange. Die Schlange ist an allem schuld – oder doch nicht?